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Motiviertes Lernen

Motiviertes Lernen durch Kooperation und Interaktion aus pädagogischer / fachdidaktischer Sicht
Von Dr. phil. Karin v. Moeller, Dipl.-Ghl., Ass. LbS, Universität Osnabrück, FB 08 LE Gesundheitswissenschaften

seminartag5Im Mittelpunkt dieses Seminars stehen Fragestellungen hinsichtlich des Ess- und Ernährungsverhaltens sowie der Esskulturen in Bezug auf verschiedene Altersstufen von Kinder und Jugendlichen und den damit verbundenen Settings. Welche Merkmale oder auch Problematiken sind mit den verschiedenen Lebensphasen von Kindern und Jugendlichen verbunden? Welchen Stellenwert und welche Funktion nehmen Mahlzeiten jeweils ein? Wie unterscheiden sich das Essverhalten und die Esskulturen von Kindern und Jugendlichen? Welche Rolle spielen Peergroups und welche Bedeutung hat die körperliche Entwicklung bei der Ernährung? Gibt es genderspezifische Aspekte hinsichtlich der Ernährung? Da zunehmend mehr Kinder und Jugendliche ihre (warmen) Mahlzeiten in Kindertagesstätten und Schulen einnehmen, wird die Ernährungsbildung und Verpflegung neben dem Elternhaus zunehmend auch zur Aufgabe dieser Institutionen. Welche Sichtweisen haben ErzieherInnen und LehrerInnen auf diese Thematik? Welche Maßnahmen und Möglichkeiten lassen sich in den Settings umsetzen bzw. welche Voraussetzungen gilt es zu schaffen? Gibt es Programme, Projekte etc., die sich bereits bewährt haben? Und schließlich: Wie ist bei positiven Ansätzen die Nachhaltigkeit sicherzustellen? Veränderte Familienstrukturen und Arbeitsformen, weniger Zeit für die Versorgungsarbeit, eine stetig wachsende Vielfalt an Lebensmitteln sowie eine Vielzahl an teilweise widersprüchlichen Ernährungsinformationen stellen die Menschen bezüglich ihres Ernährungsalltags vor ständig wachsende Anforderungen, die für immer mehr Menschen zunehmend schwieriger zu bewältigen sind. Um jedoch den Ernährungsalltag selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und genussvollvoll gestalten zu können ( sog. `Food Literacy´), bedarf es – der Ausbildung - einer Ernährungskompetenz, welche die Kenntnis von und den richtigen Umgang mit Lebensmitteln ebenso umfasst wie eine gesundheitsbewusste Lebensmittelauswahl und Genussfähigkeit (aid 2010, 5f). Die Weitergabe von ernährungsrelevanten Kenntnissen und Fertigkeiten im Elternhaus wird jedoch zunehmend erschwert, weil Kinder und Jugendliche immer weniger an der Versorgungsarbeit der Familie beteiligt sind (aid 2010,7ff). Defizite hinsichtlich der Ernährungskompetenz von Kindern Jugendlichen und deren Folgen wie Übergewicht/ Adipositas oder Essstörungen weisen große Studien ( EsKiMo, KiGGS oder DONALD) nach (Bender 2010, 196ff). Da der Aufbau und die Unterstützung von Ernährungskompetenz über die Sozialisation im Elternhaus nicht mehr gesichert ist, ist sie als wichtige Aufgabe in den Bildungssystemen zu verankern und zu fördern (D-A-CH Arbeitsgemeinschaft 2009 in Bender 2010, 197). Die Berufsbildenden Schulen beispielsweise bieten sich aufgrund der guten Erreichbarkeit einer sehr großen Gruppe, die sich in einer entwicklungspsychologisch wichtigen und prägenden Phase des Lebens befindet, als ein Setting an (Sohr/ Bonse-Rohmann 2005, 95ff). Jugendliche probieren in dieser Lebensphase häufig diverse – manchmal auch riskante - Verhaltensweisen aus, modifizieren sie und/oder behalten sie für lange Zeit bei. Im Folgenden wird deshalb der Frage nachgegangen wie Ernährungskompetenzen im Setting Berufsbildende Schule erworben und gefördert werden können. Weiterlesen .... Umsetzung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und -bildung durch Multiplikatoren am Beispiel einer berufsbildenden Schule
 


Literatur

aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz (Hg) (2010) Food Literacy. Handbuch mit Übungen. Bonn

Bender U (2010) Ernährungskompetenz von Jugendlichen. Eine explorative Studie an weiterführenden Schulen. In: Ernährung im Focus, 10-05/10: 196-201

Sohr S, Bonse-Rohmann M (Hg) (2005) Schlüsselkompetenzen für Gesundheitsberufe. Verlag für Gesundheitsförderung, Gamburg

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