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Nachhaltige Gesundheitsförderung - Kochen und Essen aus medizinischer Sicht

von Apl. Prof. Dr. Christoph Skudlik, FB 08 Gesundheitswissenschaften
 
Die Rolle einer gesunden Ernährungsweise bei der Prävention chronischer Krankheiten ist wissenschaftlich gut belegt. Unter den beeinflussbaren Risikofaktoren nimmt die Ernährung neben dem Rauchen eine herausragende Stellung ein.
Empfehlungen für eine gesunde Ernährung sollten sich aber nicht ausschließlich an präventiven und ernährungsphysiologischen, sondern auch an kulinarischen, kulturellen und sozialen Aspekten orientieren. Vor diesem Hintergrund hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse 10 Regeln formuliert, die helfen, genussvoll und gesund erhaltend zu essen:
1.: DAS gesunde Essen gibt es nicht. Daher sollte die Lebensmittelvielfalt mit einer abwechslungsreichen Auswahl nährstoffreicher und energiearmer Lebensmittel genutzt werden. Hierbei sollten Obst, Gemüse und Vollkornprodukte die Basis bilden.
2.: Reichlich Getreideprodukte, am besten aus Vollkorn, und Kartoffeln. Mindestens 30 Gramm Ballaststoffe sollten es täglich sein.
3.: Täglich Obst und Gemüse. Empfohlen werden 650 Gramm, verteilt auf 5 Portionen.
4.: Täglich Milch und Milchprodukte sowie 1-2 x in der Woche Fisch, Fleisch- und Wurstwaren. Die Menge an Fleisch- und Wurstwaren sollte 300-600 Gramm pro Woche nicht überschreiten.
5. und 6.: Zurückhaltung bei Zucker in Lebensmitteln und Getränken, Salz sowie fettreichen Lebensmitteln. Z. B. reichen 60-80 Gramm Fett pro Tag aus.
7.: Reichlich Flüssigkeit, wobei selbstverständlich Wasser bzw. andere energiearme Getränke zu bevorzugen sind.
8.: Schonende Zubereitung der Speisen bei möglichst niedrigen Temperaturen und wenig Fett.
9.: Nicht nebenbei essen, sondern sich Zeit beim Essen nehmen. Die Verbraucher in Deutschland verbringen durchschnittlich eine Stunde und 43 Minuten mit dem Essen – Zeit, die man zusammen mit der Familie oder den Kollegen verbringen kann. Die aus Zeitbudget-Erhebungen vorliegenden Erkenntnisse unterstreichen die hohe sozial-kommunikative Bedeutung des Essens!
10.: Regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung gehören zusammen.
Ein wesentlicher Eckpfeiler für ein gesundes Ernährungsverhalten ist Bildung. Es konnte gezeigt werden, dass in Bevölkerungsgruppen, die durch strukturell bedingt begrenzte Gestaltungsspielräume gekennzeichnet sind, das Risiko einer ungesünderen Lebens- und Ernährungsweise höher als in anderen Bevölkerungsgruppen ist. Hierbei ist Bildung der entscheidende Faktor und nicht ein eventuell hoher Status im Beruf oder ein hohes Einkommen.
http://www.dermatologie.uni-osnabrueck.de/wiki/index.php

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