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Gesunde Ernährung in der Lehrerausbildung verankern

ON Kreis Melle Sonntag, Ausgabe vom 27. Oktober 2013 Seite 5 Ressort Lokales

Nicht immer Filet kaufen

CookUOS: Gesunde Ernährung in der Lehrerausbildung verankern

CookUOS (v. l.): Uwe Neumann, Dr. Dominique Remy, Peekje Rauschenbach und Pia Görlich. Lintel-Foto

Osnabrück(jel)–

Hauswirtschaft auch an Gymnasien lehren? Manchen Schulleitern und Schülerndürfte die Vorstellung nicht all zu gut schmecken, wenn an Gymnasien neben Sprachen, Naturwissenschaften, Mathe und Technik auch Stoffe Einzug halten, die sonst Bestandteile des „Puddingabiturs“ sind, also zumeist an Hauswirtschaftsschulen vermittelt werden– aber genau darum geht es im Projekt „CookUOS“ der Uni Osnabrück, das jetzt zum 3. Mal angeboten wird.

Zielsetzung der interdisziplinären Seminarreihe ist es, Themen wie Ernährung, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung in der Ausbildung von Lehrern zu verankern und sie so dazu zu bringen, künftig ihren Schülern vorzumachen, dass Einkaufen auf dem Wochenmarkt und Selberkochen gesünder und preiswerter als Fast Food ist und vor allem auch besser schmeckt.

Für Pia Görlich und Peekje Rauschenbach, die kurz vor dem Abschluss ihrer Lehramtsstudiengänge stehen und als studentische Kräfte jetzt bereits zum dritten Mal bei CookUOS dabei sind, steht es außer Frage, dass solche Inhalte auch mehr als bisher an höheren Schulen vermittelt werden sollten. „Ich würde es gut finden, wenn etwas wie Hauswirtschaftslehre auch an Gymnasien stattfinden würde. Ob als Schulfach oder nicht – ich habe mir überlegt, dass ich Koch-AGs anbieten werde, in denen sich ja auch viel vermitteln lässt“, sagte Pia Görlich, die zur Gymnasiallehrerin ausgebildet wird.

CookUOS umfasst Seminare, Vorträge, Workshops und Exkursionen sowie eine Tagung, an denen sich neben Studenten und Dozenten auch Lehrer beteiligen können, die im Schuldienst sind. Es werden auch Kochkurse angeboten, in denen zunächst auf dem Markt frische biologisch-nachhaltig erzeugte Zutaten gekauft und dann gemeinsam zubereitet werden. Gekocht wird diesmal im Berufskolleg Ibbenbüren.

Weiter findet ein CookUOS-Nachhaltigkeitstag (6. 12.) statt, in dessen Rahmen auch eine Podiumsdiskussion mit Thomas Bühner vom Restaurant „La Vie“ angeboten wird. Der Sternekoch unterstützt das Projekt und hat in den Vorjahren Kochkurse mit Studenten geleitet.

Wie die Projektleiter, der Gesundheitswissenschaftler Uwe Neumann und Dr. Dominique Remy von der Abteilung Ökologie im Uni-Fachbereich Biologie, erklärten, soll die interdisziplinäre Reihe als regelmäßiges Angebot der Lehrerausbildung an der Uni OS verankert werden, wohl als Wahlpflichtfach. Unter der kommissarischen Leitung von Remy werden zurzeit die Inhalte für einen Lehrplan entwickelt.

Remy und Neumann gehen davon aus, dassLehrern eine immer wichtiger werdende Rolle bei der Gesundheitserziehung und Ernährungsbildung von Kindern zukommt, da in vielen Familien zu wenige Kenntnisse davon vorhanden sind. „Wir müssen Lehrer ausbilden, die in der Lage sind, Kinder zu motivieren sich gesund und nachhaltig zu ernähren“, sagte Remy.

Frisch zu kochen und saisonale und regionale Produkten zu verwenden, bedeute ein mehr an Genuss und Lebensqualität, esschone Natur und Umwelt durch kürzere Transportwege und vor allem sei es auch preiswerter. „Selbst zu kochen ist deutlich günstiger als

Tiefkühlgerichte. Ein Kürbis kostet 2 Euro und es lassen sich viele Teller Suppe daraus machen“, so Peekje Rauschenbach.

Remy rät, nicht nur Filet zu kaufen: „Die meisten Konsumenten verlangen nur die besten Fleischstücke. Aber es gibt auch viele andere Fleischsorten, die eine tolle Struktur haben und hervorragend schmecken.“

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