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Projektbeschreibung

cookuos koop hands reduxCookUOS - Kochen & Essen in den Spannungsfeldern (Download Kurzpräsentation PDF)
Natur, Nachhaltigkeit & Ökologie – Öko­nomie, Individuum – Gesellschaft, Gender und soziale Benachteiligung – Bildungs­gerechtigkeit, Kultur – Religion, Gesundheit – Wohlstandserkrankungen - Ein inter­disziplinärer, handlungsorientierter Ansatz zur nachhaltigen Schulung von Multiplikatoren im Bil­dungs­wesen -
Seminarbegleitender Kochkurs als interdisziplinäre Multiplikatorenschulung für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der universitären Lehramtsausbildung.

Kaum eine andere Aktivität des täglichen Lebens bietet soviele Anknüpfungspunkte in puncto Bildung für nachhaltige Entwicklung -im Besonderen Ernährung- als das Kochen und Essen. Ernährung ist ein mehrdimensionaler und komplexer Prozess der auf verschiedene Handlungsebenen und Handlungsfelder abgebildet werden kann.

Durch dieses in der universitären Lehramtsausbildung verortetes Projekt werden Kompetenzen für angehende Multiplikatoren für die Schlüsselthemen (Dimensionen von BNE) Natur & Nachhaltigkeit – Ökonomie, Gesundheit – Wohlstandserkrankungen, die Gestaltung von Lebenswelten, Individuum – Gesellschaft / Konsumverhalten - Verbraucherschutz, Gender und soziale Benachteiligung - Bildungsgerechtigkeit und soziale Verantwortung, Integration, Kultur und Religion sowohl in der Theorie als auch mit einem praktischen Bezug vermittelt.

Aufgrund des gesellschaftlichen Wandels und der damit einhergehenden Verwischung oder Verschiebung der Grenzen zwischen den Bildungsstätten Familie und Schule sind Lehrer heute mehr denn je „bildungsvermittelnde Erzieher“, die sich, neben den rein fachlichen Anforde­rungen, mit einer Vielzahl von pädagogischen Aufgaben, welche früher im Familien­verband wahrgenommen wurden, konfrontiert sehen. Dieses trifft z.B. besonders auf die Berufsschulen zu da hier in Bezug auf sozialer Herkunft, Bildungsnähe, Migrationshinter­grund ein sehr heterogenes Klientel mit unterschiedlichsten persönlichen Biografien anzutreffen ist.

Dieses Projekt kann als Multiplikatorenschulung im Sinne einer Entwicklung von persönlichen Kompetenzen sowohl auf die Infrastruktur als auch das Individuum bezogen, angesehen werden als auch Die Förderung von Kompetenzen in Fragen eines nachhaltigen, ressourcenschonenden Handelns und eines reflektierten Konsumentenverhaltens. Aus diesen Gründen ist ein seminarbegleitender Kochkurs mit interdisziplinären Bezügen ein sinnvoller Beitrag zur universitären Lehramtsausbildung. Selber kochen heißt aktiv sein und sich mit den einzelnen Themen kritisch auseinander zu setzen.

Durch die Einbeziehung regionaler Partner ist es möglich ein Netzwerk auf unterschiedlichen Ebenen zu etablieren welches in der Zukunft die Voraussetzungen schafft Informationen, Unterrichtsmaterialien und Kontakte bereitzustellen um der Öffenlichkeit und den Adressaten der Seminare die Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung -hier am Beispiel Ernährung- zu verdeutlichen.

Dieses soll nicht mit dem "erhobenen Zeigefinger" geschehen, sondern Anreize schaffend. In deren Folge durch geeignete eigene Aktivitäten und Maßnahmen im Sinne einer nachhaltigen Verhaltensänderung Kompetenzziele erreicht werden.

Die angehenden Lehrer und Lehrerinnen, aber auch bereits im Beruf tätige Pädagogen und Pädagoginnen erhalten zudem Anregungen dieses Wissen in ihre spätere oder aktuelle Tätigkeit einfließen zu lassen. Das was man mit Engagement und Spaß gelernt hat, wird man später auch mit Freude weitergeben können.

Besonders der Wert von "gemeinsamen Mahlzeiten" und die Wertschätzung des vielfältigen Angebotes an Nahrungsmittel und der bewusste Umgang damit, sollen bei erhaltenem Genuss und Spaß am Kochen im Vordergrund stehen. Als nachhaltiges Lernen sprichwörtlich "über den Tellerrand hinaus".

Für zukünftige Lehrkräfte als angehende Multiplikatoren –besonders für die Bereiche Gesundheitsbildung und –förderung - sind die nachhaltige Vermittlung von gesundheitlich relevanten Themen z.B. in Bezug auf Ernährung und Essverhalten eine inhaltlich sinnvolle Ergänzung zu den fachspezifischen Lehrangeboten. Hierzu gibt es zahlreiche Untersuchungen (siehe Literaturnachweise) und Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Förderung der „gesunden Schule“

Aktuelle neurobiologische Erkenntnisse zeigen, dass Wissensvermittlung nachhaltig, durch Schaffung einer auf Kooperation und beziehungsbasierter Interaktion ausgerichteter Lehr- und Lernsituationen und bei gleichzeitig stimulierter, multimodaler Sinnesbeteiligung, gefördert werden kann. Das Gelernte wird dabei nicht nur als kurzzeitig verfügbares, faktisches Wissen sondern als komplexes, episodisches Ereignis in verschiedenen Hirnarealen gespeichert und abrufbar.


 


Video zur DIDACTA 2012
©2011-2012 Fotos & Videos: Karl Diehl, Redaktionsbüro Diehl, bildungsklick.de

 

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